Geländetypen
Was verstehen wir "Blockgelände" und "Blockschutt"?
In der alpinen und geologischen Fachsprache beziehen sich Blockgelände und Blockschutt auf Bereiche, die von großen, losen Gesteinsmassen dominiert werden. Sie unterscheiden sich primär in der Größe der Gesteinsstücke und der Art der Bewegung in diesem Gelände:
1. Blockschutt
Blockschutt bezeichnet im engeren Sinne Lockermaterial (Schutt), das überwiegend aus größeren, kantigen Gesteinsstücken besteht.
- Größe: Die einzelnen Steine sind eher klein (vom Faust- bis Kieselgroß), aber größer als Feinschutt oder Geröll.
- Beschaffenheit: Oft sehr locker und instabil.
- Bewegung im Gelände: Wenn man auf Blockschutt tritt, gibt er in der Regel nach und rutscht ein kurzes Stück ab. Dies wird oft als Schutthalde oder Schuttreißen bezeichnet und kann sowohl mühsam beim Aufstieg als auch zügig (aber vorsichtig) beim Abstieg sein.
Zusammenfassend: Blockschutt ist das Resultat von Verwitterung, bei dem kantiges, aber noch relativ kleines Material am Fuß von Felswänden oder in Karen liegt. Das Gelände ist sehr dynamisch und rutschig.
2. Blockgelände (auch Blockwerk genannt)
Blockgelände beschreibt eine Fläche, die mit deutlich größeren Felsblöcken bedeckt ist.
- Größe: Die Gesteinsbrocken reichen von kopf- bis körpergroß (oder sogar größer) und werden daher als "Blöcke" bezeichnet.
- Beschaffenheit: Das Gelände besteht aus diesen Blöcken, die in mehr oder weniger stabilem Gleichgewicht auf- und nebeneinander liegen (oft auf sogenannten Blockhalden).
- Bewegung im Gelände: Man bewegt sich, indem man von Block zu Block geht oder springt und dabei jeden Tritt genau beurteilen muss. Das Gelände erfordert hohe Trittsicherheit, Gleichgewichtssinn und Konzentration, da einige Blöcke kippen oder sich bewegen können.
Blockgelände
Was ist "Schrofengelände"?
Der Begriff "Schrofengelände" stammt aus der Bergsteigersprache und bezeichnet ein steiles, felsiges Gelände, das typischerweise mit Gras überwachsen und oft auch mit Geröll durchsetzt ist.
Wichtige Merkmale sind:
- Steilheit: Das Gelände ist deutlich steil.
- Beschaffenheit: Es besteht aus einer Mischung von Fels und Gras.
- Geröll: Häufig ist loses Gestein (Geröll) vorhanden.
- Weglosigkeit: Oftmals fehlt eine durchgehende, gut ausgebaute Route.
Das Begehen von Schrofengelände ist in der Regel mühsam und erfordert Trittsicherheit, Schwindelfreiheit sowie eine gute Gehtechnik. Es zählt zu den anspruchsvolleren Geländekategorien beim Bergwandern und Alpinismus (auf der SAC-Wanderskala oft T4 bis T6). Bei Nässe oder Eis wird Schrofengelände aufgrund der erhöhten Rutschgefahr als besonders gefährlich eingestuft.
Schrofengelände
Gängige Geländeformen kurz erklärt
Ist das da vorne jetzt ein Joch, Pass oder Sattel? Und ist das dahinter ein Grat, Kamm oder Rücken? – Häufig ist es gar nicht so einfach, die verschiedenen Geländeformen zu unterscheiden; selbst für erfahrene Bergmenschen stellt dies mitunter eine Herausforderung dar. Wenn du auf der nächsten Bergtour mit Wissen glänzen möchtest, bist du hier genau richtig. Denn in seinem Berglexikon erklärt der DAV die gängigsten Begriffe: