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Der Klassiker unter den Fernwegen

Der Westweg (und der Querweg Freiburg-Bodensee (mit Teilen des Schluchtensteigs)) sind Teilstücke des europäischen Fernwanderweges E1, dessen mitteleuropäisches Zentralstück seit dem frühen Mittelalter als Fernhandelsweg, Ochsenweg und Pilgerpfad benutzt wurde. Der E1 führt auf ca. 8.000 km Länge durch sieben europäische Staaten. Er beginnt am Nordkap in Norwegen und führt über Finnland, Schweden, Dänemark, Deutschland und die Schweiz bis nach Mittelitalien. Das geplante südliche Ende ist das Capo Passero - auf Sizilien wurde 2016 ein erstes Wegstück eröffnet.

Der Westweg wurde im Jahr 1900 vom Schwarzwaldverein ausgeschildert und ist damit der älteste Fernwander- und Höhenweg im Schwarzwald. Noch immer ist er einer der bekanntesten und beliebtesten Fernwanderwege in Europa. 

Der mit der roten Raute markierte Höhenweg folgt auf knapp 285 Kilometern im wesentlichen dem Hauptkamm des Schwarzwaldes. Er berührt die höchsten Gipfel wie Hornisgrinde, Schliffkopf, Brend, Feldberg, Herzogenhorn, Belchen und Blauen und bietet fantastische Aussichten, im südlichen Teil bis zu den schneebedeckten Alpengipfeln. Ab Titisee führt er in zwei Varianten südwärts Richtung Basel.

Im Jahr 2000 beging der Schwarzwaldverein mit einer Wanderausstellung und zahlreichen Veranstaltungen das 100jährige Jubiläum des Westweges.
2004 riefen der Schwarzwaldverein, der Schwarzwaldtourismus und zahlreiche Anrainergemeinden die „Qualitätsoffensive Westweg“ ins Leben. Wichtiges Etappenziel war die Auszeichnung mit dem Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“, die der Höhenweg im Jahr 2006 als erste baden-württembergische Wanderroute erhielt. Im Jahre 2019 gedachte der Schwarzwaldverein auf der Badener Höhe Phillip Bussemer, einem der Westwegpioniere, an dessen 100. Todestag.

Auch heute wird der Westweg gepflegt, geplant und optimiert durch die ehrenamtlichen Wegewarte des Schwarzwaldvereins, koordiniert durch die Hauptwegewarte und das Wegereferat des Hauptvereins in Freiburg.

Ab Pforzheim ersteigt der Westweg die Höhen zwischen Enz und Murg, durchquert das tiefeingeschnittene Murgtal und führt über die Grindenflächen des Nordschwarzwaldes mit Mummelsee und Hornisgrinde hinunter ins Kinzigtal. Nach steilem Anstieg berührt er die Europäische Wasserscheide zwischen Rhein und Donau. Über den Titisee steigt er auf bis zum höchsten Schwarzwaldgipfel, dem Feldberg. Eine aussichtsreiche Höhenwanderung führt über den Belchen und durchs Markgräflerland nach Basel am Rheinknie, im schweizer-deutsch-französischen Dreiländereck.

Eine östliche Variante (4 Etappen bis Basel) ist ab Titisee ausgeschildert.

Strecke: Pforzheim bis Basel
Länge: 285 km
 

Übersichtskarte Westweg:

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Der Westweg im Wanderservice Schwarzwald

Im Wanderportal des Schwarzwaldvereins finden sich die einzelnen Etappen des Westwegs mit Karte, Geodaten und Beschreibung.

> Wanderservice

Weiterführende Informationen:
Philipp Bussemer, Der Pionier des Westwegs: Beitrag in DER SCHWARZWALD 2/2018:

> PDF Download

Die Etappen im Überblick

1. Etappe: Pforzheim – Dobel (23,5 km)
2. Etappe: Dobel – Forbach (25 km)
3. Etappe: Forbach – Unterstmatt (19 km)
4. Etappe: Unterstmatt – Alexanderschanze (28 km)
5. Etappe: Alexanderschanze – Hausach (34,5 km)
6. Etappe: Hausach – Wilhelmshöhe (22,5 km)
7. Etappe: Wilhelmshöhe – Kalte Herberge (23,5 km)

Westliche Variante:
8. Etappe: Kalte Herberge – Hinterzarten
9. Etappe: Hinterzarten – Wiedener Eck (24,5 km)
10. Etappe: Wiedener Eck – Kandern (31 km)
11. Etappe: Kandern – Basel (22,5 km)

Östliche Variante:
8. Etappe: Kalte Herberge – Bärental
9. Etappe: Bärental – Weißenbachsattel (26,5 km)
10. Etappe: Weißenbachsattel – Hasel (21 km)
11. Etappe: Hasel – Basel (35 km)